DER ROERICH-PAKT. GESCHICHTE UND GEGENWART
Ausstellung über den Kulturgüterschutz mit Arbeiten von Nikolaj Roerich

Palmyra 2015 – Die Terrormiliz IS zerstört die antike Oasenstadt. Moskau 2017 – Ein nichtstaatliches Museum wird vom Kulturministerium zerstört und zwangsenteignet. Immenrath 2018 – Die Kirche St. Lambert (“Immenrather Dom”) wird abgerissen, um Platz für den Braunkohlebergbau zu schaffen. Überall auf der Welt wird unwiederbringliches Kulturgut vernichtet.

“Frieden ist dort, wo Kultur ist”. Mit diesen Worten beschreibt Nikolaj Roerich (1874-1947), russischer Forscher, Wissenschaftler und Maler, die Notwendigkeit, das kulturelle Erbe der Menschheit zu bewahren und zu schützen.

Im April 1935 wurde in Washington der “Roerich-Pakt” von 21 Staaten unterzeichnet. Dieses internationale Abkommen zum bedingungslosen Schutz von kulturellen Gütern und Einrichtungen diente im Jahr 1954 als Grundlage für die “Haager Konvention zum Schutz von Kulturgütern während bewaffneter Konflikte”, der derzeit 126 Staaten beigetreten sind.

Zur Verbreitung der Ideen des Kulturgüterschutzes und der Verdeutlichung der Pflicht der weltweiten Öffentlichkeit zum Kulturgüterschutz auch in Friedenszeiten, zeigt die Deutsche-Roerich-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit dem Initiator des Internationalen Ausstellungsprojektes “Der Roerich-Pakt. Geschichte und Gegenwart”, dem nichtstaatlichen “International Centre of the Roerichs” (ICR, Moskau) eine Bilddokumentation über die Arbeit Nikolaj Roerichs zum Kulturgüterschutz sowie eine Auswahl von Reproduktionen seiner künstlerischen Werke in Originalgröße.

Nach vielen Ausstellungen in aller Welt, so z.B. im Hauptquartier der UNESCO in Paris, im Friedensplast von Den Haag, im Palais der Nationen der UNO in Genf, war dieses Projekt vom 19. April bis 24. Mai 2018 in der Universitätsbibliothek Bochum zu Gast.

Im Rahmen dieser Ausstellung hatten wir ein Begleitprogramm mit Vorträgen, Filmbeiträgen und Diskussionen vorbereitet. Auch bestand während der Ausstellung die Möglichkeit zu individuellen Führungen (in kleinen Gruppen) durch die Exposition.